Anfänger machen meist zügige Fortschritte, und die Resultate steigen unerwartet rasch. Irgendwann wird dieser Anstieg gebremst. Trotz aller Anstrengungen stagnieren die Ergebnisse. Hier musst du dich entweder
mit dem Ende deiner "Leistungsexplosion" abfinden oder endlich an der technischen Qualität deines Schießens arbeiten.
In einem Haus sorgen Mauern und Balken für Stabilität. Sie stehen senkrecht. Waagerechte Elemente wie Decke oder Dach, werden durch Träger gestützt. Im Stehendanschlag führen die gleichen Regeln zum
Erfolg.
Der Körper wird möglichst senkrecht aufgebaut. Das waagerecht zu haltende Gewehr wird durch eine aufrechte Säule gehalten, die von einem schrägen Träger stabilisiert wird (siehe Abbildung).
Lastet das Gewicht des Gewehrs beispielsweise nur zu 90% auf dem Skelett, müssen die restlichen 10% zusätzlich durch Muskelanstrengung gehalten werden. Angespannte
Muskeln erzeugen aber feine Bewegungen, die wiederum die Waffe in Schwankungen versetzt. Dein Anschlag wird deshalb in dem Maße zur Ruhe kommen, indem du die nötigen Muskelkräfte ausschalten kannst.
Die Nutzung und Optimierung der Statik ist somit Grundvoraussetzung für ruhiges halten!!!
Ob dein Anschlag richtig ist, überprüfst du durch bewusstes Entspannen verschiedener Muskelgruppen. Dazu senkst du im Anschlag den Blick und atmest ruhig über den Bauch. Anschließend konzentrierst du
dich zuerst auf deinen linken Arm und die linke Hand. Bemühe dich jetzt, die Hand, den Unterarm und den Oberarm zu entspannen. Solltest du spüren, dass etwa dein Handgelenk einknickt, wird dieser Schwachpunkt
allein durch das "Versetzen von Knochen" behoben. Eine kleine Drehung der Hand wird genügen, um die Festigkeit wieder herzustellen.
Nach dieser Methode werden der Reihe nach sämtliche Körperpartien überprüft und korregiert. Anfangs ist es noch mühselig und ungewohnt. Durch regelmäßige Wiederholungen wird das Vorgehen aber bald in
Fleisch und Blut übergehen.
Denke daran:
Trainiert wird die Statik des Anschlages bei jedem Schießen!!
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